Leitfaden Neue Mitglieder

Leitfaden für neue Mitglieder

Wer kann Mitglied der SPD sein?

Wer kann Mitglied der SPD sein?

Mitglied der SPD können alle sein, die sich mit ihrer Überzeugung zu den Grundsätzen der Partei bekennen und mindestens 14 Jahre alt sind. Die Mitgliedschaft muss bei dem Ortsverein beantragt werden, der für den jeweiligen Stadtteil zuständig ist. Der Vorstand des Ortsvereins entscheidet über die Aufnahme als Mitglied. Jedes Mitglied kann nur einem Ortsverein angehören. Doppelmitgliedschaften sind unzulässig.

Die Aufnahme kann auch im SPD-Büro, Krummacher Str. 33, Tel.92963-0 erfolgen.

Ein ausgefüllter Aufnahmeantrag sollte schnellstmöglich zum Ortsvereinsvorsitzenden gelangen. Das neue Mitglied wird dann bereits in die Parteiarbeit einbezogen, während die Anmeldung noch den offiziellen Weg zurücklegt: Unterbezirksbüro, Parteivorstand und zurück an den Ortsverein.

Welche Rechte und Pflichten haben Mitglieder?

Es gibt viele Möglichkeiten, als Mitglied politisch mitzuarbeiten. Bei uns wird Politik nicht von oben nach unten gemacht. Der politische Einfluss beginnt im Ortsverein. Jedes Mitglied hat das Recht, sich im Rahmen der Statuten an der politischen Willensbildung, an Wahlen und Abstimmungen zu beteiligen und die Ziele der SPD zu unterstützen. Dazu gehört,

- mitzumachen bei Aktionen und Veranstaltungen (Info - Stand, Ortsvereinsfest, etc.),

- mitzudiskutieren und zu entscheiden, z.B. bei kommunalpolitischen Themen (Verkehrs- oder Schulprobleme) oder bei Anträgen zu Landes- oder bundespolitischen Themen,

- zu wählen (z.B. den Vorstand des Ortsvereins und die Delegierten zum Unterbezirksparteitag und zur Wahlkreiskonferenz),

- Einfluss zu nehmen auf die Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten zur Bezirksvertretung oder zum Rat der Stadt,

- selbst Verantwortung zu tragen (als bewusstes, überzeugtes Mitglied in politischen Gesprächen und Aktionen, bei der Übernahme von Aufgaben und Funktionen, z.B. als Parteitagsdelegierter).Neben der Ausübung dieser Rechte wird aber auch von jedem Mitglied die regelmäßige Zahlung der Monatsbeiträge erwartet. Aus den Beiträgen müssen die vielfältigen Aufgaben der Partei finanziert werden. Ein satzungsgemäßer Beitrag sollte daher für jedes Mitglied selbstverständlich sein. Nach der Satzung ist die Höhe des Beitrages unterschiedlich und richtet sich nach dem Monatseinkommen. Die Beiträge sind so gestaffelt, dass Mitglieder mit geringerem Einkommen relativ weniger belastet werden als Mitglieder mit höherem.

Wie ist die SPD aufgebaut?

Wie ist die SPD aufgebaut?

Wie läuft die Willensbildung ab?

Die SPD gliedert sich in Ortsvereine, Unterbezirke, Bezirke und Landesverbände. Die Willensbildung findet über Ortsverein, Unterbezirk, Bezirk, Landesverband bis hin zum Bundesparteitag statt, wobei jede der vorgenannten Organisationsgliederungen Antragsrecht für jede höhere Organisationsgliederung hat.

In Duisburg gliedert sich die SPD in 31 Ortsvereine mit Mitgliederzahlen von ca. 4300. Die 31 Ortsvereine bilden den Unterbezirk Duisburg.

Dieser zusammen mit weitern 53 anderen Unterbezirken bilden den Landesbezirk NRW. Das Land Nordrhein-Westfalen hat einen Landesbezirk und 4 Regional-Geschäftsstellen.

Auf Bundesebene gliedert sich die Partei in ca. 12500 Ortsvereine und 350 Unterbezirke.

Der Ortsverein ist die Grundeinheit der SPD. In der Regel führen die Ortsvereine in Duisburg alle 4 Wochen Mitgliederversammlungen zu aktuellen Themen aus der Kommunal-, Landes-, Bundes- oder Europapolitik durch.

An diesen Mitgliederversammlungen können alle Mitglieder der SPD teilnehmen.

Alle 2 Jahre wird ein Vorstand gewählt, der die Versammlungen vorbereitet, den Ortsverein nach außen vertritt und u.a. auch die Aufnahme neuer Mitglieder beschließt. Je nach ihrer Größe entsenden die Ortsvereine eine bestimmte Anzahl von Delegierten zu Unterbezirksparteitagen.

Willensbildung in der SPD
Und so funktioniert die SPD in Duisburg

Und so funktioniert die SPD in Duisburg

Die Mitglieder der Ortsvereine wählen alle zwei Jahre Delegierte zum Unterbezirksparteitag. Dieser hat u.a. den Vorstand des Unterbezirks zu wählen sowie wichtige politische Themen zu diskutieren und hierzu Beschlüsse zu fassen.

Der Unterbezirksvorstand ist verantwortlich für die politische Arbeit des Unterbezirks. Dazu beschließt er Arbeitsprogramme, führt Parteitage, Fachkonferenzen, Veranstaltungen, Aktionen und Kampagnen durch. Ferner gibt er Argumentations- und Informationshilfen heraus und bildet zur besonders intensiven Befassung mit politischen Fachproblemen Arbeitskreise und Kommissionen. Schließlich ist er verantwortlich für eine regelmäßige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Unterbezirks. Hiermit und mit der Führung der laufenden Geschäfte beauftragt er in der Regel den Vorsitzenden, seine Stellvertreter und seinen Geschäftsführer.

Der Unterbezirksparteitag ist das höchste beschlussfassende Gremium des Unterbezirks. Er setzt sich zusammen aus:

- 260 in den Ortsvereinen in geheimer Abstimmung für 2 Jahre gewählte Vertreter und Vertreterinnen;

- den 21 gewählten Mitgliedern des Unterbezirksvorstandes.

- 30 Delegierten der AfA (Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen)

Zu seinen Aufgaben gehören die Beratung und Entscheidung über

- grundlegende politische Sachthemen und- grundsätzliche organisatorische Fragen.

Die Arbeitsgemeinschaften stellen ein besonderes Angebot für verschiedene Zielgruppen innerhalb unserer Mitgliedschaft dar. Häufig dürfen an ihren Veranstaltungen auch Nichtmitglieder teilnehmen.

Willensbildung im Ortsverein

Ohne Anträge im Ortsverein keine Willensbildung

Aktive Mitarbeit im Ortsverein fängt damit an, dass Probleme aus dem Wohnbereich, vom Arbeitsplatz, aus den Verbänden, Vereinen und Organisationen, in denen Mitglieder tätig sind, in die Partei hineingetragen und diskutiert werden.

Das kann sowohl mit einfachen Berichten zur Information andrerer Mitglieder geschehen, das kann aber auch in Form von Anträgen in den Ortsvereinen zur Diskussion gestellt werden.

Je offener die Diskussion ist, je mehr sich daran beteiligen, um so stärker kann sie die Willensbildung der Partei beeinflussen.

Die Ergebnisse der Diskussion können sich in Resolutionen oder in Anträgen an den Unterbezirks-, Landes oder Bundesparteitag niederschlagen.

Dieses Antragsrecht der Ortsvereine ist eine große Chance. Es räumt der Meinungsbildung an der Basis großes Gewicht ein.

Insider-Sprache? (Abkürzungen)

Insider-Sprache? (Abkürzungen)

Heißt das, die SPD hat eine eigene Sprache?

Nein, aber im Laufe der Jahre haben sich in der Partei im Sprachgebrauch zunehmend Abkürzungen durchgesetzt. Die gebräuchlichsten sind nachstehend aufgeführt. Wir hoffen, dass damit den neuen Mitgliedern die Teilnahme an Diskussionen und Beratungen in allen Gremien der Partei erleichtert wird.

AfA Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen

AfB Arbeitsgemeinschaft für Sozialdemokraten im Bildungsbereich

AG Arbeitsgemeinschaft

AGS Arbeitsgemeinschaft der Selbständigen in der SPD

AK Arbeitskreis

ASF Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen

ASG Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten im Gesundheitsbereich

ASJ Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristen

BA Bezirksausschuss

"Berliner Programm" Das neue Grundsatzprogramm der SPD, beschlossen in West-Berlin, gültig seit 20.12.1989

BuVo Bundesvorstand (Jungsozialisten)

BV Bezirksvertretung

FES Friedrich-Ebert-Stiftung

GO Geschäftsordnung

"Godesberg" Grundsatzprogramm der SPD von 1959 - 1989

GV Geschäftsführender Unterbezirksvorstand

JUSO Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD

MAVIS Mitgliederadressverwaltung integriertes System

MdB Mitglied des Bundestages

MdEP Mitglied des Europäischen Parlaments

MdL Mitglied des Landtages

MV Mitgliederversammlung

O-Statut Organisationsstatut

OV Ortsverein

OVV Ortsvereinsvorstand

PO-Verfahren Parteiordnungsverfahren

PV Parteivorstand

RP Regierungspräsident

SBG Sozialistische Bildungsgemeinschaft

SGK Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik

SI Sozialistische Internationale

SJD Sozialistische Jugend Deutschlands „Die Falken“

UB Unterbezirk

UBV Unterbezirksvorstand

UBA Unterbezirksausschuss

UBP Unterbezirksparteitag

Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreise

Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreise

Für die Zielgruppenarbeit gibt es in der Partei verschiedene Arbeitsgemeinschaften. Die größten sind:

Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen AsF

Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus

Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen AfA

Jungsozialisten Juso

Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristen AsJ

Arbeitsgemeinschaft der Selbständigen AGS

Arbeitsgemeinschaft für Bildungspolitik AfB

Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten im Gesundheitsbereich ASG


Darüber hinaus arbeiten Arbeitskreise, Kommissionen und Zukunftswerkstätten zu Sachthemen wie:

AK Energie und Umwelt

Netzwerk Migration

AK Sport

AK Europa

AK Schwusos


Zukunftswerkstätten:Zukunft der Rente

Forum Staatsverschuldung

Gut und sicher leben (Arbeitsmarkt)

Zusammen! Leben – Integrationspolitik

Internationale Beziehungen/Außenpolitik

Internet/Datenschutz

Stadtplanung

Historische Kommission


Im Ortsverein bzw. Unterbezirk kann sich das neue Mitglied bei Interesse beim Vorstand darüber informieren und die Mitarbeit in einem Arbeitskreis anmelden.

Leitfaden "Neue Mitglieder" als Broschüre

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